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Ein Artikel aus dem Isarboten

Schauspieler-Ehepaar auf den Spuren von Harry Potter

Horst und Eva Kummeth begeistern mit „Lucius und der Dämon des Verderbens“

Lucius und der Dämon des Verderbens. Der Schauspieler Horst Kummeth hat zusammen mit seiner Frau Eva den Jugendfantasy-Roman „Lucius und der Dämon des Verderbens“ veröffentlicht. Und das Ergebnis kann sich wirklich und wahrhaftig sehen bzw. ganz fesselnd, spannend und am besten ohne Pause (und atemlos) lesen lassen.

Horst und Eva Kummeth schreiben ja schon lange, seit zwanzig Jahren, um genau zu sein. Allerdings fürs Fernsehen. Nach der Fernsehserie „Der eiserne Weg“ (Horst Kummeth spielte den Veit Kolb), der zwei Grimme-Preise erhielt, bekam Horst ein halbes Jahr lang keine Angebote. Eva Kummeth: „Er wurde immer nervöser!“ Sie schlug Horst dann vor, es doch mit dem Drehbuchschreiben zu versuchen. So entstand die Serie „Hans im Glück“, in der Horst Kummeth auch die Hauptrolle spielte. Sie schrieben für Walter Sedlmayr (Polizeiinspektion I) und für Uschi Glas (Anna-Maria - eine Frau geht ihren Weg). 86 Drehbücher der beiden wurden inzwischen schon fürs Fernsehen verfilmt. Zuletzt die Komödien „Liebe hat Vorfahrt“ mit Susanne von Borsody und Günter Maria Halmer, "Die Sennerin" mit Michaela May, "Mein Nachbar, sein Dackel und ich" mit Ann-Katrin Kramer und Günter Maria Halmer.

War es schon ziemlich ungewöhnlich für den Schauspieler und seine Frau, Drehbücher zu schreiben, jetzt haben sie einen weiteren Schritt gewagt: „Lucius und der Dämon des Verderbens“. Und mit dem Jugendfantasyroman ist ihnen etwas Außergewöhnliches geglückt. Immer wieder wird Lucius mit Harry Potter verglichen. „Lucius kann zwar hexen, hat aber mit Harry Potter gar nichts zu tun, er ist ein ganz anderer und eigener Charakter,“ schmunzelt Eva, „wir bedienen lediglich das gleiche Genre.“ Und das mit Leib und Seele, Kunst und Können. Und mit einem Helden, den jeder liebt und der jeder am liebsten selber wäre.

Lucius versteht die Welt nicht mehr. Das Hundebaby, das er gerettet hat, verwandelt sich in einen riesigen Schattenwolf. Die baufällige Menschenfresservilla gegenüber wird plötzlich von geheimnisvollen Wesen bevölkert. Und der Junge stellt fest, dass seine Eltern keine Ahnung davon haben, dass er nicht ihr leiblicher Sohn ist. Bald gerät der knapp Zehnjährige in einen Strudel gefährlicher Abenteuer, in denen der listige Dämon Nehamenon versucht, ihn zu vernichten. Zum Glück steht Lucius sein guter, bester Freund Olli zur Seite. Lucius und sein „rundlicher“ Freund Olli müssen die Drachenhöhle ebenso durchqueren wie ein Netz aus glühenden Diamanten - oder die Untiefe durchtauchen, in der ein Monster lauert.

“Unsere Töchter Sarah und Sophia haben Lucius’ Abenteuer verschlungen“, erzählt Horst Kummeth, und erzählt, wie es zu dem Roman überhaupt kam: „Als unsere Töchter noch klein waren, wurden halt Gute-Nacht-Geschichten erzählt – je fantasievoller, desto besser. Meistens waren unsere Mädels hinterher allerdings viel aufgekratzter und wacher als vorher, weil sie die Geschichten so mitgerissen hatten. Die Kinder wurden größer, die Erzählungen immer fantastischer und facettenreicher. Jahre später saßen wir mit unseren Töchtern mal beim Sonntagskaffee. Da meinten Sarah und Sophie, dass es schade wäre, dass all die unglaublichen Geschichten, die wir uns für sie ausgedacht hatten, irgendwann vergessen würden. Schreibt doch einen Roman!“

Es dauerte noch eine ganze Weile, bis die Drehbucharbeiten und die Arbeit als Schauspieler Horst und Eva Kummeth die nötige Zeit dafür ließen. Zwei Jahre, um genau zu sein, bis „Lucius“ fertig war. Ein weiteres Jahr ging ins Land, um den richtigen Verlag zu finden, das Titelbild von der Londoner Künstlerin Judith Ploberger malen zu lassen, Schriftgröße, Umbruch usw. festzulegen.

Freuen Sie sich auf einen Roman, in dem es nicht nur um Freundschaft, die sich bewähren muss, geht, sondern auch um Güte, Nächstenliebe und Weisheit. Das Schwert ist nichts. Das Wort ist alles. Und Wissen ist Macht.

Quelle: Isarbote